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Der Eisenbahnraub | Story

Die Fracht, die niemals ankommen darf

Auf Gleis zwei steht ein Zug, der offiziell nur Post transportiert. Was wirklich in seinem Tresor liegt, ist für die Zentralbank bestimmt — und der Staatssheriff persönlich passt darauf auf.

Tiefe Nacht. Ihr schleicht euch an den Wachen vorbei in die Lokomotive. Kein Licht außer euren Laternen, kein Geräusch außer euren eigenen Schritten.

Und draußen, irgendwo zwischen Wasserturm und Bahnsteig, das Klirren von Sporen auf Kies.

Ohne Dampf fährt hier gar nichts. Ihr müsst Feuer machen, ohne gehört zu werden. Den Druck aufbauen, ohne gesehen zu werden.

Und den Zug aus dem bestbewachten Bahnhof des Staates rollen lassen, bevor der Sheriff begreift, was in seiner Lok vor sich geht.

Der Zeiger am Druckmesser klettert. Irgendwo unter euren Füßen setzt sich etwas Schweres in Bewegung. Draußen ruft jemand "Zu spät!".

Er hat verstanden, was passiert ist. Und er hat ein schnelles Pferd.

Was jetzt kommt, entscheidet sich in Sekunden — und daran, ob ihr euch aufeinander verlassen könnt.

Vor euch teilt sich die Strecke. Ein Gleis führt zum Treffpunkt. Das andere endet an einer Brücke, die nie fertig gebaut wurde.

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